Bild: Julian Nitzsche pixelio.de

Juni 2013

Der Brandenburger Landtag hat gegenwärtig das Gesetz zur Änderung von Rechtsvorschriften über die Rechte der Sorben/Wenden im parlamentarischen Verfahren. Damit soll auch eine Erweiterung des Sorbisch- /Wendischen Siedlungsgebietes verbunden sein. Neu wäre, dass in dieses Gebiet die Stadt Calau aufgenommen werden könnte, weil bereits seit vielen Jahren Sorbischunterricht an unserer Carl-Anwandter-Grundschule angeboten wird. Grundlage der Gesetzesänderung im Landtag ist eine neue Vorschrift der EU zum Schutz von Minderheiten in Europa, diese Regelung ist von den zuständigen Parlamenten in nationales Recht umzuwandeln. Für Calau bedeutet dies beispielsweise, dass die Zweisprachigkeit auf Orts- und Straßenschildern schrittweise umzusetzen ist.

Es gibt einige sorbisch- /wendische Traditionen auch bei uns, die viele Menschen gar nicht mehr damit in Zusammenhang bringen, wie z.B. die Vogelhochzeit, die Osterfeuer, das Eierwaleien zu Ostern. Wir sind sicherlich keine Hochburg dieser Sprache, aber Calau bekennt sich schon seit Jahrzehnten ebenso zu seinem sorbischen Namen Kalawa, und schließlich leben in Südbrandenburg 20.000 Sorben.

Auf 150 Jahre Geschichte kann in diesem Jahr die SPD zurückblicken, am 23. Mai 1863 gründeten Ferdinand Lassalle und Arbeiter-Delegierte aus elf Städten in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV), die erste politische Partei der Sozialdemokratie.

Fraktionsvorsitzender

André Bareinz