Zum Gedenken an den 75. Todestag von Joachim Gottschalk und seiner Familie

Am Sonntag, dem 06.11.2016 um 09:30 Uhr hat der Bürgermeister der Stadt Calau, Werner Suchner(parteilos), die Fraktionsvorsitzenden des Stadtparlament Calau in Absprache mit dem Heimatverein e.V., zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 75. Todestages von Joachim Gottschalk und seiner Familie, zum Denkmal am Geburtshaus Gottschalks eingeladen. Die Calauer „Robert-Schlesier“ Oberschule entsandte eine Schüler- und Lehrervertretung.

Joachim Gottschalk, 1904 in Calau geboren, war ein bekannter und gefeierter Schauspieler an deutschen Theatern und der UFA. Er war mit der jüdischen Schauspielerin Meta Wolff verheiratet und sollte sich, auf Drängen des NS-Propagandaministerium, von seiner Frau und dem Sohn trennen, was unweigerlich zu deren Deputation in ein Vernichtungslager geführt hätte. Er sah seinen Ausweg nur in den gemeinsamen Freitod der Familie.

Die Tragödie um Joachim Gottschalk wurde von Hans Schweikart in der Novelle „Es wird schon nicht so schlimm“ und später in dem Film „Ehe im Schatten“ von Kurt Maetzig verarbeitet. Aus dieser Novelle rezitierte Bürgermeister Suchner einige Passagen.

Am Rande der Veranstaltung zeigte die Lehrerin Frau Horschig Interesse an der Novelle um diese den Schülern im Unterricht näher bringen zu können. Herr Suchner teilte mit, dass die Stadt Calau seit Kurzem über einen neuen Klassensatz der Novelle verfügt und diesen gern der Schule zur Verfügung stellen kann.

SPD Ortsverein Calau – Alexander Krüger




Fotos: Matthias Nerenz